Projektdetails
Laufzeit: 01.11.2002 bis zum 31.12.2004
Fördervolumen: 628.094,61 €
Ziel des Vorhabens
Die beteiligten Projektpartner haben sich das Ziel gesetzt, eine kontinuierliche Schienenlagerung für Feste Fahrbahnen für Eisenbahnen zu entwickeln, die die Schallemissionen um 3 – 6 dB(A) reduziert. Im Rahmen des Vorhabens soll ein Prototyp entwickelt werden, für den dann eine Zulassung beim Eisenbahn-Bundesamt beantragt wird. Bei der Entwicklung des Systems der LKSF soll darauf geachtet werden, dass der Oberbau wirtschaftlich wird, damit später ein Einsatz bei der DB AG und anderen Bahnen möglich wird.
Vorgehensweise
Zunächst werden Designstudien zur möglichen konstruktiven Gestaltung einer LKSF durchgeführt. Hierbei sind die von der DB AG und dem Eisenbahn-Bundesamt vorgegebenen Anforderungen an eine Feste Fahrbahn zu beachten. Diese ergeben sich primär aus dem Anforderungskatalog Feste Fahrbahn der DB AG (4. überarbeitete Ausgabe von August 2002). Darüber hinaus sind die sonstigen technischen Regelwerke der DB AG zu beachten.
Als elastisches Material soll Polyurethan einer speziell zu entwickelnden Mischung eingesetzt werden. Es werden verschiedene Untersuchungen zur Materialauswahl durchgeführt. Verschiedene konstruktive Möglichkeiten zur Gestaltung der LKSF werden untersucht und in Form der Designstudien dargestellt. Diese werden dann gemeinsam im Hinblick auf Gebrauchstauglichkeit, Wirtschaftlichkeit und schalltechnischer Wirkung beurteilt.
Im zweiten Schritt werden verschiedene Konstruktionen der LKSF gebaut, im Labor untersucht und im Hinblick auf ihre Eignung erneut bewertet.
Abschließend wird die Konstruktion ausgewählt, die unter schalltechnischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten als am geeignetsten angesehen wird und gebrauchstauglich für den Einsatz bei der Eisenbahn ist.
Das Vorhaben endete im Jahre 2004 mit der Einleitung des Zulassungs-verfahrens beim Eisenbahn-Bundesamt. Dieser formale Akt ist erforderlich, um eine Anwendung im Gleisnetz der DB AG zu ermöglichen.
Nach Abschluss des Zulassungsverfahrens beim Eisenbahn-Bundesamt ist in einem Anschlussvorhaben der Einbau in eine Teststrecke vorgesehen. Durch mess-technische Untersuchungen soll die tatsächlich erreichte Minderung nachgewiesen werden.
Nachdem das System in der ersten Teststrecke erfolgreich eingesetzt wurde, sind weitere Teststrecken geplant. Erwartet wird, dass zukünftig eine allgemeine Zulassung als Regeloberbau ausgestellt wird, damit dann ein regel-mäßiger Einsatz der LKSF zur Lärmminderung möglich ist.