Projektdetails
Laufzeit: 01.06.2005 bis zum 31.05.2008
Fördervolumen: 2.054.726,93 €
Das Verbundprojekt besteht aus 4 Hauptarbeitspaketen:
Im Hauptarbeitspaket Phänomenologische Parameteranalyse von Kurvengeräuschen im Nahverkehr sollen durch messtechnische Unter-suchungen die Randbedingungen ermittelt werden, bei denen durch bestimmte Maßnahmen eine Minderung von Kurvengeräuschen zu erwarten ist. Weiterhin sollen "bekannte Maßnahmen" untersucht werden, die an einer Stelle wirken und an anderer Stelle nicht oder nur unzureichend. Hierbei geht es um die Verallgemeinerung lokal mit Erfolg eingesetzter Lösungen.
Das Hauptarbeitspaket Rechnergestütztes Prognoseverfahren beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung des vorhandenen Simulationswerkzeuges "SFE AKUSRAIL" aus dem vom BMBF geförderten Projekt "SIMTool – Rollgeräusch". Es soll zukünftig möglich sein, mit dem Simulationswerkzeug die Einfluss-parameter der Kurvengeräusche rechnerisch systematisch zu betrachten. Insbesondere wird es möglich sein, rechnerische Auslegungen von Maßnahmen zur Reduzierung der Kurvengeräusche vorzunehmen.
Im Hauptarbeitspaket Maßnahmen an Rad und Schiene werden vorhandene und in der Vergangenheit mit mehr oder weniger Erfolg getestete Lösungen weiterentwickelt. Es handelt sich hierbei um eine Rad- und Schienensteg-bedämpfung sowie einer Befeuchtungsanlage. Ziel ist die Entwicklung zuverlässig wirkender Schutzmaßnahmen.
Im Arbeitspaket Handbuch werden die Ergebnisse der vielfältigen Messungen, Berechnungen und weiter gehenden Betrachtungen zusammengetragen. Ziel ist es, für den Praktiker eine Entscheidungs- und Handlungsgrundlage zu schaffen.
Als potenzielle Anwender für das Handbuch "Kurvengeräusche" werden folgende Institutionen gesehen:
- Entwurfsabteilungen
der Hersteller von Schienenfahrzeugen
- Bahnbetreiber
zur Simulation von Lärmemissionen bei der Betrachtung der Akzeptanz
in der Bevölkerung
- Ingenieurbüros,
die Entwurfsleistungen für Hersteller von Schienenfahrzeugen
und für Bahnunternehmen erbringen
- Bahnbetreiber,
die eigene Konstruktionsabteilungen besitzen
- Verkehrsbetriebe,
die Problemlösungen bei Anliegerbeschwerden suchen
- Planungsbüros,
die Betreiber von Schienenverkehrswegen beraten
- Wissenschaftliche Hochschul- und Ausbildungseinrichtungen
zur Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten am System Bahn.