Homepage

Direktlink:
Inhalt; Accesskey: 2 | Hauptnavigation; Accesskey: 3 | Servicenavigation; Accesskey: 4

DISSQ - Disc Suppressing Squeal

Die Bedeutung der Hochleistungsbremse und die Lärm-Problematik

Das besondere Kennzeichen von Hochleistungs-Scheibenbremssystemen für Schienenfahrzeuge ist – neben der einsatz-abhängigen Wahl des Scheibenmaterials – die Verwendung von Sinter-werkstoff für den Reibbelag.
Mit derartigen metallischen Belägen lassen sich im Vergleich zu heute üblichen Belägen aus organischem Werkstoff beträchtlich höhere Scheibentemperaturen erreichen. Durch die damit mögliche höhere Wärmenergie-Aufnahme kann die Anzahl der Scheiben reduziert werden. Dies bedeutet einen sehr wichtigen Vorteil hinsichtlich Kosten, Gewicht und Einbauraum. Der Einsatz von Hochleistungsbremsscheiben ist nicht allein auf Hochgeschwindigkeitszüge begrenzt, für die diese Sinterbeläge ursprünglich entwickelt wurden. Wegen ihrer bremsspezifischen Vorzüge würden sich diese Beläge auch für andere Anwendungen wie z.B. für Loks, Nahverkehrszüge oder U-Bahnen eignen.Trotzdem ist diese Bremsenart bisher relativ wenig verbreitet. Das liegt an einem gravierenden, bisher ungelösten Lärm-Problem: dem lauten Bremsquietschen.

Wie Praxiserfahrungen zeigen, tritt das Bremsquietschen häufig bei Niedrig-energie-Bremsungen (Regulierbremsungen) und insbesondere bei Haltbremsungen unterhalb von etwa 10 km/h auf, also z.B. bei Bahnhofs-einfahrten. Gerade hier wird das laute Bremsquietschen von den am Bahnsteig stehenden Fahrgästen als äußerst lästig und unangenehm empfunden.

Aktuelle Beispiele für die Quietsch-Problematik:
S-Bahn Hamburg/2.Serie (DB), Cargo Sprinter (DB), ICE3 (DB), TGV (SNCF)

Messungen am ICE3 im Abstand von 7,5 m haben 91 dBA ergeben. Bei Versuchen auf dem Bremsenprüfstand wurde in einem Abstand von 40 cm ein Geräuschpegel zwischen 110 und 120 dBA gemessen.

Allgemeine Informationen

 

Der PT MVBW ist organisiert im PT - Netzwerk.

 



Webbug